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Rückblick: Deutscher Eurobot 2026

Ein ganzes Wochenende voller Robotik, Teamgeist und spannender Matches liegt hinter uns: Vom 24. bis 26. April 2026 fand der deutsche Eurobot erneut in Dresden statt. Nach intensiven Monaten der Vorbereitung durften wir als TU Dresden Robotik AG (TURAG) nicht nur unseren neuen Roboter ins Rennen schicken, sondern auch wieder als Gastgeber auftreten.

Fünf Teams aus ganz Deutschland traten gegeneinander an, mit dem gemeinsamen Ziel, sich einen der begehrten Plätze für den internationalen Wettbewerb in Frankreich zu sichern. Mit dabei waren:

  • Bodensee RobotiX (Konstanz)
  • Die DOsen Stapler (Augsburg)
  • MAI Robotics (Markt Indersdorf)
  • M.A.M.U.T (Gießen)
  • TU Dresden Robotik AG (Dresden)

Der RoboterClub Aachen konnte dieses Jahr leider nicht teilnehmen, da ein interner Umzug an der Universität die Vorbereitungszeit zu stark eingeschränkt hat.

Starker Start in die Vorrunden

Die Vorrunden am 25. und 26. April boten bereits zahlreiche spannende Begegnungen. Unser Hauptroboter Thaddäus, benannt nach der bekannten Figur aus SpongeBob Schwammkopf, konnte dabei von Beginn an zeigen, welches Potenzial in ihm steckt. Trotz kleinerer Probleme in zwei Matches lief der Roboter nach einem kurzen Boxenstopp wieder stabil und zuverlässig.

Insgesamt konnten wir uns in den Vorrunden erfolgreich behaupten und uns so eine starke Ausgangsposition für das anschließende Finale sichern.

Finale mit klarem Ergebnis

Direkt im Anschluss an die Vorrunden ging es in die entscheidenden Finalrunden – und hier zahlte sich die Platzierung in den Vorrunden aus. Mit einer konstanten Leistung und einer soliden Strategie konnten wir uns schlussendlich den ersten Platz sichern.

Ergebnis

1. TURAG (TU Dresden Robotik AG)

2. MAI Robotics

3. Bodensee RobotiX

Ein besonderes Highlight war erneut die Leistung von MAI Robotics: Die Schüler aus Markt Indersdorf konnten sich, wie bereits im Vorjahr, erfolgreich für den internationalen Wettbewerb qualifizieren und demonstrierten eindrucksvoll ihr Können.

Ein Wochenende, das in Erinnerung bleibt

Wir blicken mit großer Freude auf den diesjährigen deutschen Eurobot zurück. Sowohl organisatorisch als auch im Wettbewerb selbst war das Event für uns ein voller Erfolg. Besonders stolz sind wir auf die Leistung unseres Teams und darauf, wie gut sich die Vorbereitung und ein durchdachtes Konzept ausgezahlt haben.

Nun richtet sich unser Blick nach vorne: Wir freuen uns darauf, Deutschland erneut beim internationalen Eurobot in Frankreich vertreten zu dürfen – und sind gespannt, was uns dort erwartet.

Ein besonderer Dank gilt allen teilnehmenden Teams für faire und spannende Matches, allen Helferinnen und Helfern vor Ort und ganz besonders unseren Sponsoren. Ohne ihre Unterstützung wäre es uns nicht möglich, unsere Ideen und Projekte in diesem Umfang zu realisieren.

Winter Is Coming – Regelvorstellung

Dieses Jahr wurden die Regeln für den Eurobot-Wettbewerb der nächsten Saison schon anfang September und damit reichlich früh veröffentlicht. Die TURAG war (fast :)) live dabei.  Unter dem Motto „Winter Is Coming“ versetzen wir unsere Roboter in die Rolle von Eichhörnchen, die ihre Vorräte vor den bösen Menschen retten müssen. Einen Überblick über die technischen Herausforderungen, die auf uns warten, und an welche Regeln wir uns bei der Entwicklung unserer Roboter halten müssen, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Humanoides Eichhörnchen mit Sonnenbrille, Basecap und Eicheln in beiden Händen
Eichhörnchen, das Vorräte in beiden Händen hält (Symbolbild, KI generiert)

Spielidee und Spielfeld

Das grundlegende Ziel des Wettbewerbs ist es, innerhalb von 100 Sekunden so viele Aufgaben auf dem Spielfeld wie möglich zu erledigen. Für jede erfüllte Mission gibt es Punkte, die am Ende eines Spiels addiert werden. Zwei Teams (blau und gelb) treten gleichzeitig gegeneinander an – vollautonom versteht sich. Das Team mit der höheren Punktzahl gewinnt. Weitere Informationen zu den allgemeinen Spielregeln gibt es hier.

Spielfeld, Übersicht (Skizze)
Übersichtsskizze Spielfeld

Das Spielfeld ist 3mx2m groß und beinhaltet verschiedene Zonen und Elemente, die zum Erfüllen der Aufgaben wichtig sind:

  1. Nester der Eichhörnchen
  2. SIMA (Small Independent Mobile Actuators = kleine Miniroboter, die zusätlich zum Hauptroboter entwickelt werden) Startbereiche im menschlichen Speicher, der Speicher ist ein erhöhter Bereich auf dem Spielfeld
  3. Kühlschränke
  4. Ladeflächen
  5. Sammelbereiche (der Menschen)
  6. Vorratskammern (der Eichhörnchen)
  7. Thermometer (mit Cursor 8.)

Überblick der Missionsblöcke

Dieses Jahr dreht sich alles um die Vorbereitung und Bewältigung eines großen Winterereignisses. Ein Team kann mit folgenden Aktionen Punkte ergattern:

      1. Haselnusskisten einsammeln: Dabei handelt es sich um die zentrale Aufgabe unseres Hauptroboters (=Eichhörnchenmama). Die Vorräte sind bereits von den Menschen in Kisten (=Spielsteine) in Sammelbereichen gesammelt (siehe Spielfeldskizze). Von diesen Kisten müssen so viele wie möglich eingesammelt werden und in das Nest oder die Vorratskammern gebracht werden. Während die Kisten im Nest sicher sind und damit Punkte geben ist bei den Vorratskammern auf dem Spielfeld Vorsicht geboten: Die Spielsteine sind je nach Seite verschiedenfarbig markiert. Punkte gibt es für das Team, dessen Teamfarbe oben liegt – Klauen  vom  Gegner  ist  erlaubt!

        Spielsteine in Lagern
        Spielsteine, die von den Robotern in die Vorratskammern bewegt wurden, geben dem Team Punkte, dessen Farbe oben liegt
      2.  Den Speicher plündern: Ein mutiges Ninja-Eichhörnchen (ein SIMA) ist in den menschlichen Speicher eingedrungen. Punkte gibt es dafür, Kisten aus dem Kühlschrank auf das Hauptspielfeld zu bringen und diesen mit leeren Kisten (farblosen Spielsteinen) wieder zu befüllen.

        Kühlschrank auf dem Spielfeld
        Kühlschrank mit Kisten zu Beginn des Spiels
      3. Für die richtige Temperatur sorgen: Das Mamaeichhörnchen (=Hauptroboter) soll den Cursor auf dem Thermometer möglichst weit in die Mitte bewegen. Auf dem Thermometer sind je nach Position Punkte eingezeichnet (siehe Spielfeld oben).
      4. In das Nest zurückfahren:  Am Ende des Spiels muss der Hauptroboter in das Nest zurückfahren, um sicher zu überwintern.
      5. Die Haselnüsse essen: In den letzten 15 Sekunden vor Spielende, kann jedes Team bis zu sechs hungrige Eichhörnchen (sechs SIMAS) auf das Spielfeld loslassen. Deren Aufgabe ist es, zu den Vorratskammern zu fahren und dort eine Bewegung eines Aktuators auszuführen (=essen). Auch das Ninja-Eichhörnchen muss zum Ende des Spiels eine Bewegung ausführen.

Ausblick

Das vollständige Regelwerk für diese Saison findet sich hier.

Wir freuen uns auf eine spannende Saison mit vielen neuen Herausforderugen,  wünschen allen Teams viel Freude, gute Ideen – und … let it snow!