Reisebericht Frankreich

Dienstag 16. Mai:

Endlich! Nach 4 Jahren geht es für die TURAG endlich wieder auf die Straßen nach Frankreich.
Nach viel Planung, letzten Nachtschichten zur Roboterverbesserung und einigen Anfangsschwierigkeiten ging es für 10 von uns 17:00 Uhr in Dresden los.

Stärkung auf der Reise

Da es für viele von uns zuvor noch zu Univeranstaltungen ging, wurde hauptsächlich geschlafen oder Musik gehört. Einen Zwischenstopp haben wir traditionell wieder an der Abfahrt Ramstein-Miesenstein zum Burger essen gemacht.

Mittwoch 17. Mai:

8:00 Uhr haben wir schließlich den Parkplatz neben der Veranstaltungshalle in La Roche sur-Yon erreicht. Bei strahlendem Sonnenschein wurden die Campingstühle ausgepackt und im naheliegenden Einkaufsladen ein kleines Frühstück besorgt. Auch die Schlafplätze im nun fast menschenleeren Auto wurden von manchen Mitfahrern nochmal ausgiebig getestet.
Nachdem wir 11:00 Uhr schließlich merkten, dass schon eine Schlange zur Anmeldung entstanden ist, haben wir uns ebenfalls dazugestellt und konnten kurz darauf unseren Stand vor Ort einrichten.

TURAG Teamstand

Nachdem wir uns mit französischem Gebäck für das Mittagessen eingedeckt und den uns altbekannten Teams hallo gesagt hatten, ging es 16:00 Uhr auch für die TURAG zur Homologation, welche wir ohne Probleme hinter uns gebracht haben.

Statische Homologation

Nach einigen Tests und vielen Gesprächen ging es an diesem Abend für die meisten schon direkt nach dem Abendessen in die Unterkunft, um den eher leichten Schlaf der letzten Nacht wieder ausgleichen zu können. Auch für die letzten ging es 22:30 Uhr schließlich in die Unterkunft, nachdem bei einem befreundeten Team noch Last-Minute-Projekte auf dem 3D Drucker angeworfen wurden.

Donnerstag 18. Mai

Heute standen für uns 2 Spiele sowie der Test unseres nächtlichen 3D Drucks auf dem Plan, wodurch es für uns schon 8:00 Uhr zum Wettbewerb ging.
Statt wie erwartet gegen 9:00 Uhr, begann unser erstes Spiel erst 11:30 Uhr, wodurch wir vorher mit unseren Turexen die Veranstaltungshallen unsicher machen konnten und erste Kontakte zu den ausländischen Teams geknüpft haben. Die TURAG hat ebenfalls (natürlich mit Erlaubnis der einzelnen Teams) angefangen ihre Sticker auf einigen Bots oder Baskets zu verteilen. Mit geschultem Auge, ist es möglich öfter einen TURAG Sticker in den folgenden Livestreams erspähen.

TURAG x Turex

 

Unser erstes Spiel des Wettbewerbes war gegen das Team +381 aus Serbien (TURAG vs. +381). Dieses lief leider nicht so gut wie erhofft. Trotzdem haben wir es mit 27:0 Punkten gewinnen können und wurden dabei sowohl von Team Auto(wie im Livestream zu hören ist) und den Turexen kräftig angefeuert.

Erstes Match vs. +381

Das zweite Spiel des Tages fand erst 17:30 Uhr statt. Trotzdem wurde die Zeit natürlich nicht untätig, sondern mit dem Beheben der Probleme, die in der ersten Runde aufgekommen sind, zugebracht. Dieses lief dann wesentlich besser und mit 62 zu 38 Punkten konnten wir uns gegen das Team Red Wire aus Spanien durchsetzen. (TURAG vs. Red Wire)

TURAG vs. Red Wire

Perfekt lief diese Runde jedoch ebenfalls nicht, da bei beiden Teams der Not-Aus betätigt werden musste. Das hieß in diesem Jahr jedoch nur 30 Punkte Abzug statt, wie in den letzten Jahren, 0 Punkte.
Was dies für uns jedoch auch hieß: es muss weitere Botfixes geben! Und so kam es doch dazu, dass auch in Frankreich mal wieder eine uns altbekannte Nachtschicht geschoben werden musste. Dadurch hatten wir jedoch den Vorteil, dass die Platten größtenteils frei waren und wir ausgiebig testen konnten.

Hotfix Nachtschicht

Freitag 19. Mai

Leider nimmt der Wettbewerb keine Rücksicht auf den Schlafmangel der TURAG und so mussten wir auch an diesem Tag 8:30 Uhr vor Ort sein, da wir ab 9:00 Uhr ein Spiel haben könnten. Notwendig wäre das frühe Aufstehen jedoch nicht gewesen, da wir erst 13 Uhr an den Platten standen. Die Zeit dazwischen wurde nochmal genutzt, um sich mit den anderen Teams zu unterhalten und Ideen auszutauschen. Auch der ein oder andere Sticker wurde wieder verklebt. Viel getestet und verbessert wurde jedoch angesichts der wenigen Stunden Schlaf nicht.
Die folgende Runde gegen CyberTech aus Rumänien konnten wir durch Probleme bei der Gegnererkennung nur mit einem Bot starten. Dieser blieb leider auch nicht Problemlos und die Sensoren konnten die braunen Kuchen nicht erkennen. Trotzdem war es mit 70:36 Punkten bisher unsere beste Runde. (TURAG vs. CyberTech)

In der vierten Runde hat sich unser Erfolg leider nicht fortgesetzt. Nachdem zuerst die Fahreinheit unseres einen Roboters auf Grund von Verbindungsproblemen nicht startete, verschob unser Gegner auch noch eine Vielzahl von Kuchen, welche wir einsammeln wollten. So beendeten wir Runde 4 mit 34:46. (TURAG vs. Dummy)

Zur Abwechslung vom Stress und der Arbeit des Wettbewerbes haben wir uns den späten Nachmittag frei genommen, um zur Atlantikküste zu fahren. Dort konnten wir bei Beach-Volleyball und einer minimalen Badesession zumindest für einen kurzen Zeitraum abschalten.

TURAG am Strand
TUREX mit Schiedsrichter beim Coupe Off

Lange konnten wir jedoch nicht bleiben, da wir sonst zu spät zum Grillen und  Coupe-Off da gewesen wären. Dabei können die Teams nochmal zeigen, was ihre Bots so drauf haben – und zwar nicht auf der Spielfläche. Welcher Bot kann das schönste Bild malen? Welcher Bot kann sich am schnellsten drehen? Alle haben auf ihre Art versucht für Stimmung zu sorgen. Ein Team hat eine Bierflasche motorisiert, ein anderes ist mit einer bunt leuchtenden Plattform rumgefahren. Auch hier haben wir versucht das ein oder andere Lächeln auf die Gesichter bringen zu können, indem wir zum Beispiel unseren leider nie im Bot zum Einsatz kommenden Kirschen-Schießmechanismus ausgebaut und Kirschen durch die Menge geschossen haben. Auch unsere Turexe kamen natürlich wieder zum Einsatz.

Samstag 20. Mai

So langsam neigt sich der ganze Wettbewerb dem Ende zu. In der 5. und letzten Vorrunde konnten wir nochmal zeigen, was wir eigentlich können. So haben wir Team GROMEP aus Spanien mit 94:0 Punkten schlagen können und uns damit als 8. Platz für die Finalrunden qualifiziert. (TURAG vs. GROMEP – falsche Teambeschriftung im Livestream)

TURAG vs. GROMEP

Bevor es jedoch an die Viertelfinalrunden ging, mussten sich Platz 6, 7 und 8 der Internationalen Teams gegen Platz 3, 2 und 1 des Französischen Nationalentscheids durchsetzen. Dies bedeutet, dass wir uns gegen den ersten Platz der Franzosen – Team RCVA – beweisen mussten. Von Anfang an war klar, dass das nicht einfach wird. Mit einer neuen Strategie versuchten wir den RCVA zu überraschen. Dies gelang uns anscheinend zu gut: Das französische Team rammte beide unserer Roboter und setzte sie somit außer Gefecht. Als Konsequenz wurde bei einem französischen Bot der Notaus gedrückt. Voller Spannung erwarteten wir das Ergebnis der Schiedsrichter… 23:24… für den RCVA. (TURAG vs. RCVA)

Finalrunde gegen RCVA

So konnten wir die folgenden Finalrunden leider nur noch von der Tribüne aus beobachten und unser Bestes dabei geben, die anderen Teams anzufeuern.
Auch wenn wir uns natürlich über ein besseres Ergebnis gefreut hätten, sind wir mit dem 11. Platz bei 30 teilnehmenden Teams sehr zufrieden. Wir konnten sehr viel für die kommende Saison dazulernen- sowohl wo Verbesserungsbedarf besteht, aber auch wo sich unsere Methoden bewährt haben. Mit viel Motivation warten wir schon gespannt auf die Erscheinung des Regelwerkes zur nächsten Saison, die unter dem Motto „Farming Mars“ stehen soll. Wir sind uns sicher, dass wir mit unseren neuen Erkenntnissen beim Eurobot 2024 noch bessere Ergebnisse einfahren werden.

Swiss Eurobot

Nach viel zu langer Zeit ging es endlich wieder ins Ausland! Am Wochenende des 6./7. Mais begab sich die TURAG auf eine Reise in die Berge zum Swiss Eurobot Wettbewerb. Dieser bietet für die schweizer Teams, wie für die deutschen Teams der deutsche Eurobot, die Chance zur Qualifikation zum internationalen Wettbewerb in Frankreich. Als Gastteam war es das Ziel, so viele Erfahrungen vor dem internationalen Eurobot zu sammeln wie möglich und unseren Roboter weiterzuentwickeln.

 

Trotz anfänglicher Bedenken stellte sich heraus, dass unser einer, sehr zuverlässiger Roboter, mit den überwiegend zwei Bots der anderen Teams gut mithalten konnte.
Mit Konsistenz schafften wir es damit sehr erfolgreich durch die Gruppenphase und erreichten den 3. Platz! Leider reichte unsere konsistente Strategie nicht aus, um sich auch in den Finalrunden gut durchzusetzen. Am wichtigsten ist jedoch das neue Wissen und die Erfahrungen, die wir als junges Team mit in den internationalen Wettbewerb nehmen können. Mit unserem zweiten Roboter nahe der Inbetriebnahme besteht große Hoffnung auf viel Spaß und Erfolg in Frankreich!

(Livestream: Tag 1, Tag 2)

Punktestand vor dem Finale

DIE TURAG IST DEUTSCHER MEISTER!

Deutsche Eurobot-Teams 2023

Wir haben es geschafft! Die TURAG hat den ersten Platz beim diesjährigen deutschen Eurobot erreicht!

Nach einem hart umkämpften Wettbewerb konnte sich die TURAG gegen die vier anderen deutschen Robotik-Teams durchsetzen. Nachdem sich die Teams in der Gruppenphase um möglichst viele Punkte bemühten, schafften wir es mit deutlichem Abstand als Erster in die KO-Runde einzuziehen.

Punktestand vor dem Finale

Nach der Überwindung kleiner Anlaufschwierigkeiten in den KO-Runden und mehrerer knapper Siege, konnte sich die TURAG im Finale gegen MAI Robotics erfolgreich durchsetzen und sich damit für den internationalen Eurobot-Wettbewerb in Frankreich qualifizieren. Ebenso qualifizieren konnten sich das Schülerteam MAI aus Markt Indersdorf und der RCA aus Aachen. RobotiX vom Bodensee erreichte den vierten und Team Mamut aus Gießen den fünften Platz. (Livestream: Tag 1 ,Tag 2

Wir bedanken uns bei allen Teams für die Teilnahme am deutschen Wettbewerb hier in Dresden und freuen uns darauf, viele von euch bald in Frankreich wieder zu sehen!

Zuletzt ein großes Dankeschön an alle Unterstützer:innen, die es uns Studis der TURAG ermöglichen, ihre technischen Ideen zu verwirklichen und Wettbewerbe wie diesen zu veranstalten.

Deutscher Eurobot-Wettbewerb in Dresden

Bald ist es soweit! Am Wochenende des 22.4 & 23.4. findet bei uns in Dresden der deutsche Eurobot Wettbewerb statt. Fünf deutsche und ein internationales Team ringen in Zusammenarbeit mit ihren Robotern, um die Qualifikation zum internationalen Wettbewerb in Frankreich. Kommt vorbei und schaut euch die Wettkämpfe live oder im Livestream an. Das Finale findet voraussichtlich am Sonntag Nachmittag statt. Alle Spiele werden im Schönfeldhörsaal (BAR/SCHÖN/E) ausgetragen. Die Regeln und weitere Informationen zum Wettbewerb findet ihr hier

Die TURAG freut sich über euren Support!

Logo TURAG

Schedule

This schedule will be kept up to date if any changes occur. If you have any questions, feel free to reach out to kontakt@turag.de

Friday, April 21st

14.30 – … Teams can store luggage at event area
18.30 Early Check-In for teams/ early Homologation (depending on availability of playing field)

Saturday, April 22nd

9.00 – 11.00 Homologation
11.00 – 12.00 Preliminary Round 1
12.00 – 13.00 Lunch
13.00 – 13.45 Preliminary Round 2
13.45 – 14.30 Preliminary Round 3
14.30 – 15.30 Cake, Tea and Coffee Break / delayed Homologation
15.30 – 16.15 Preliminary Round 4
16.15 – 17.00 Preliminary Round 5
17.00 – 17.45 Preliminary Round 6
17.45 Dinner

Sunday, April 23rd

9.30 – 10.15 Preliminary Round 7
10.15 – 11.00 Preliminary Round 8
11.00 – 11.45 Preliminary Round 9
11.45 – 13.00 Lunch
13.00 – 13.45 Preliminary Round 10
13.45 – 14.30 Preliminary Round 11
14.30 – 16.20 Finals

Spende von TraceTronic!

Vor Kurzem hat uns TraceTronic, eine Firma, die automatisierte Testlösungen anbietet, besucht. Nach einer Tour durch unser Labor und fachlichen Gesprächen hat uns TraceTronic nun auch offiziell ihre Spende überreicht und unterstützt uns so bei zukünftigen Projekten. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken!

Die TURAG fliegt!

https://www.youtube.com/watch?v=gw4eUx3CYGM

Für uns bricht ein neues Kapitel an, denn in Zukunft werden wir neben dem EUROBOT auch an der UAS Challenge teilnehmen. Für die UAS Challenge entwickeln wir ein Drohne, die unter anderem eine bestimmte Strecke autonom zurücklegt, eine Last in einem bestimmten Gebiet abwerfen und eine Markierung auf dem Boden erkennen kann. Bei der Entwicklung können wir auf unsere langjährige Erfahrung durch den Roboterbau für den EUROBOT zurückgreifen, müssen aber auch viele neue Herausforderungen meistern. Das erste Konzept für Rüdiger steht bereits und auch das Concept-Paper haben wir eingereicht. Wir freuen uns schon auf die kommenden Projektphasen und halten euch natürlich auf dem Laufenden.

 

EUROBOT 2022: Age of Bots

Endlich ist es soweit! Am vergangenen Samstag, 18. September 2021, wurden die Regeln für die kommende Eurobot-Saison veröffentlicht. Dieses Mal werden unsere Bots die Ruinen antiker Roboterzivilisationen erkunden. Bei den Ausgrabungen erwarten sie geheime Schätze und heilige Statuen.

Sobald die finalen Regeln veröffentlicht wurden (voraussichtlich am 17. Oktober 2021), berichten wir detailliert über die bevorstehenden Herausforderungen!

Antriebsplatinen aus dem Reinraum

Nach dem wir seit letztem Herbst eine neue Platine für die Antriebsregelung und Lokalisierung unserer Roboter entwickelt und bereits mit einem Prototypen getestet haben, konnten wir eine zweite Version mit einigen Verbesserungen fertigen. Das Institut für Aufbau und Verbindungstechnik der TU Dresden ermöglichte uns dafür die Nutzung eines Reinraums. Durch die Beta LAYOUT GmbH wurden wir mit einer hochwertigen Grundlage, den eigenentwickelten PCBs unterstützt.

Zunächst wurde Lötpaste auf die Pads mit den mitgelieferten Schablonen aufgetragen.

Nach der optischen Kontrolle des Pastenauftrags konnte direkt zum Platzieren der Komponenten durch einen manuellen Bestückungsautomaten übergegangen werden. Wegen einer Vielzahl kleiner passiver Komponenten nahm dies die meiste Zeit in Anspruch. Durch Würth Elektronik wurden wir dafür mit zahlreichen Kondensatoren, Widerständen, Spannungsreglern und Dioden unterstützt.

Einfahrt in die erste Vorheizzone
Zweite Vorheizzone
Reflowzone

Die Platinen konnten nun in den Reflow-Ofen, den sie in den drei Zonen durchlaufen haben. Dabei wurde die Paste in der dritten und damit letzten Reflow-Zone bei über 200 Grad Celsius aufgeschmolzen.

Das Ergebnis der abschließenden optische Kontrolle unter dem Mikroskop war zufriedenstellend. Eine kritische Komponente, der STM32H7-Mikrocontroller, war korrekt montiert. Es kam allerdings zur Brückenbildung zwischen einigen benachbarten Pads, so dass dort noch manuell nachbearbeitet werden muss.

als gesamte Antriebsblockbaugruppe

Wir finden das Ergebnis kann sich sehen lassen. In diesem Zusammenhang möchten wir unseren Unterstützern danken, die uns durch Komponenten und Werkzeugen dieses Projekt ermöglicht haben.